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burgbad

RC40

Raumgrenzen sprengen

  • Das jüngst komplett überarbeitete burgbad-Möbelprogramm rc40 setzt eine Benchmark in Bezug auf die Wohnraum-Kompetenz der Sanitärbranche
  • Das von nexus product design gestaltete rc40 System wurde zu einem architektonischen Tool weiterentwickelt
  • In Kooperation mit Viega und Geberit werden Vorwand- und Installationssysteme erstmals Teil eines Möbelprogramms

Wohnkultur passt sich stets den gesellschaftlichen Gegebenheiten an. Und da der moderne Lebensstil von zunehmender Flexibilität und von einer Verwischung der Grenzen zwischen privatem und gesellschaftlichem Leben, zwischen Freizeit und Beruf geprägt ist, verlangen immer mehr Menschen nach offeneren Wohnformen. Wohnformen, in denen sich sowohl großzügiger als auch knapper bemessener (innerstädtischer) Raum individuell gestalten lässt. Denn Individualisierung ist in diesen Jahrzehnten der Mega-Trend in allen westlich geprägten Gesellschaften.

Die Avantgardisten in Architektur und Möbelbranche kommen diesem Wunsch durch offene Grundrisse und innovative, klassische Sortimentsfestlegungen durchbrechende Möbelkonzepte nach. Heute sieht man vielen Lampen, Sesseln, Lounge-Möbeln, Arbeitstischen oder Schränken nicht mehr an, ob sie für den Ess- oder den Nachttisch, für Wohnzimmer, Schlafbereich oder Küche gedacht sind. Auch Kochinseln, Sofas und Kommoden sind längst von der Wand abgerückt und werden immer häufiger von allen Seiten in Hochglanz oder mit Holz, in Leder oder Filz verkleidet.

Auch das Bad wird wohnlicher, sowohl in Bezug auf verwendbare Materialien als auch in Bezug auf die Raumnutzung. Gleichwohl sind die Möglichkeiten der Badplaner und Verbraucher zur Platzierung der sanitären Ausstattung immer noch beschränkt – höchstens die Badewanne wird gelegentlich als frei stehendes Element in den Raum hineingesetzt. Zwischen dem Anspruch auf Gestaltungsfreiheit und praktikablen Lösungen zu seiner Verwirklichung klaffen immer noch Abgründe. burgbad hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Lücke zu schließen.

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Die neue Raumordnung im Badezimmer

Den ersten wichtigen Schritt in diese Richtung hat burgbad mit dem seit 2005 erhältlichen Systemprogramm rc40 – „rc“ steht für room concepts – gemacht. rc40 wurde von dem Bielefelder Studio nexus product design entwickelt und gilt als Brückenschlag von der Bad- zur Wohnwelt. Oberflächlich betrachtet ein bloßes Schrankprogramm mit etlichen Extras, lassen sich mit rc40 ganze Räume und Badezimmer auskleiden, unterteilen und atmosphärisch ganzheitlich gestalten. Das Programm hat es in sich: Die extreme Maßflexibilität, die wandhohen Paneel-Systeme und die breite Palette an integrierbaren Modulen wie Waschtisch, Badewanne, Spiegelflächen und –fronten sowie die völlig plan zu gestaltenden Oberflächen in verschiedensten Qualitäten von Holz bis Farblack ermutigen dazu, Raumgrenzen zu sprengen.

Wo fängt hier der Schlafraum an, wo hört das Bad auf? Ist die Multimedia-Wand vom Bad oder von der Leseecke aus zu bedienen? Ist das noch ein begehbarer Kleiderschrank oder schon ein Salon mit Schminktisch und Waschbecken? Wer kann noch zwischen Wand und Schrank, Regal oder Dusche unterscheiden, wenn Fachböden und Hängeschränke mit Schubkästen unsichtbar in Paneelwände, Schränke, Kommoden und Konsolen integriert werden, wenn Spiegel, Hochschränke und Vorwandelemente quasi nahtlos ineinander übergehen? Wie ein Kasten voller Bauklötzchen oder Lego-Steine verführt rc40 kreative Planer – Profis wie Amateure –, mit diesem Möbelprogramm der unendlichen Möglichkeiten neue Räume zu bauen. Ganz so, wie man sie sich erträumt. Für den Luxus, Zeit in einer ästhetisch durchgestalteten Umgebung zu verbringen, wo man genießen und mit dem Wasserplätschern für einen Augenblick den Alltag vergessen kann.

Der Erfolg gibt dem Gedanken von rc40 Recht. Es ist eines der bekanntesten Programme von burgbad, das bei Architekten, Interior Designern und Badplanern große Wertschätzung genießt. Doch die neue Generation von rc40 geht noch einen entscheidenden Schritt weiter: Das Möbelprogramm geht eine Verbindung mit der Sanitärtechnik ein – nicht im Sinne einer Ergänzung, sondern zum Zweck einer konstruktiven Einheit von Möbel, Sanitärausstattung und jener Technik, die gemeinhin in Wand und Boden verschwindet. Hier verschwindet sie nicht – sie wird nur gut im Schrank verstaut, wo man sie erst zur nächsten Revision wieder hervorholt. Wie die Kleider vom letzten Jahr.

Wer mit rc40 baut, braucht keine Angst mehr vor Mörtelstaub zu haben, wenn mal ein Rohr erneuert oder ergänzt werden soll. Bequem zu erreichende Revisionsöffnungen gestalten die regelmäßige Wartung unproblematisch.

Das Prinzip von rc40 ist so einfach wie innovativ: Die Möbel werden auf einem Stahlträgergerüst konstruiert und dienen als Unterbau, Rückwand, Überbau, Seitenwand, Konsole oder Tisch für Badewanne, Waschtisch, wandhängende Toilette, Dusch-WC oder einfach nur den Spiegel. Als komplettes Modul können solche individuell konfigurierbaren Einheiten frei im Raum platziert und wasserführend verankert werden.

Die Emanzipation von der Wand

Die mit der aktuellen Programmerweiterung von rc40 erzielte Entkopplung von den traditionellen Zu- und Abwasser-Infrastrukturen ermöglicht wieder ganz neue Planungsansätze. Um die innovativen Module umzusetzen, können Planer und Handwerker auf bereits bekannte Vorwandsysteme zurückgreifen. In Zusammenarbeit mit allen gängigen Sanitärtechnik-Unternehmen wurde rc40 auf Basis ihrer Vorwand- und Installationssysteme weiterentwickelt, so dass deren Grundkonstruktionen für die Raummodule von rc40 genutzt werden können. Die Vorwandsysteme können nun mit den hochwertigen Möbeln ausgestattet werden.

Neben dem hohen Montagekomfort profitieren Kunden und Planer auch von den grundsätzlichen Vorteilen der Systeme: Im Systemverbund mit verschiedenen Rohrwerkstoffen bieten sie unter anderem auch die Möglichkeit, technische Elemente – wie zum Beispiel den Spülkästen – zu integrieren, Stromleitungen verdeckt zu verlegen oder Dusch-WCs zu integrieren.

Mit der Loslösung von der Wand und den darin integrierten Versorgungsschächten sind nicht nur Waschtisch oder Toilette ganz nach Bedarf als räumlich zusammengefasste oder differenzierte Einheiten im Raum platzierbar – auch Stauraum kann dort geschaffen werden, wo er gebraucht wird. Etwa gleich neben der Dusche, unter der Badewanne oder hinter der Spiegelwand. Jede Ecke des Raums wird nutzbar gemacht. Die Emanzipation von der Wand bedeutet aber auch weitgehende Loslösung von der Fliese. Durch die große Vielfalt von Möbeloberflächen und -modulen ergeben sich damit durch rc40 auch für die Wand fast unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Positiver Nebeneffekt hierbei ist eine durch das Wegfallen von Fugen und Schmutzecken verbesserte Hygienesituation. Der Sanitärhandwerker kann zudem Umsetzung und Montage der gesamten Module in eigener Regie abwickeln und ist nicht auf andere Gewerke angewiesen.

Der Planer erhält mit rc40 ein mächtiges Planungstool an die Hand, mit dem nicht nur innovative Grundrisse und Planungen rund ums Badezimmer entwickelt, sondern das Badezimmer und angrenzende Wohnbereiche im Sinne der aktuellen Entwicklung auch ganzheitlich geplant werden können. Das Badezimmer mit den von burgbad in Mineralguss-Qualität hergestellten Wannen und Waschtischen und die umgebenden Bereiche erscheinen wie aus einem Guss – aber eben nicht wie von der Stange. Denn abgesehen von drei vorkonfigurierten Modulen sind die rc40-Lösungen komplett individuell konfigurierbar.

Mit der nächsten Generation des rc40 Systems wird eine neue Raumordnung etabliert, in der sich Sanitär- und Architekturelemente, rc40-Module und konventionelle Möbel zu einer funktionalen und dabei sehr sinnlich wirkenden Einheit zusammenfassen lassen.


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